Jungwacht und Blauring

Der Samstagnachmittag gehört uns. Da lernen wir, gemeinsam unsere Freizeit sinnvoll zu verbringen. Wir klettern, spielen, basteln, singen, machen Ausflüge, kurzum wir unternehmen alles, was uns Spass bereitet. Höhepunkt des Jahres ist jeweils das zweiwöchige Sommerlager, das jedes Mal ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten ist. Blauring und Jungwacht, das sind 120 Mädchen und Knaben, dazu kommen gegen 40 jugendliche Leiterinnen und Leiter. Wir sprechen Kinder und Jugendliche verschiedener Konfessionen an.

Scharleiterin Blauring:
Serina Zollet
Ramsenburgweg 3
9100 Herisau
Tel. 071 352 54 43
scharleitungjwbrherisau@db.jubla.ch

und

Celine Fernandes
Scheibe 41
9100 Herisau
Tel. 071 352 16 40
scharleitungjwbrherisau@db.jubla.ch

Leitungsteam Jungwacht:
Kevin Piredda
Saumhalde 1A
9100 Herisau
071 352 50 19
scharleitungjwbrherisau@db.jubla.ch

und

Sandro Zuberbühler
Steingrüebli 7
9404 Rorschacherberg
071 352 73 67
scharleitungjwbrherisau@db.jubla.ch

Link:
www.jwbr.jimdo.com

Sommerlager in Thun

Der Appenzeller Jugendverein «Jungwacht und Blauring Herisau» stellte am Samstag, 10. Juli 2021 für zwei Wochen seine Zeltstadt in Haslimoos (Thun) auf. Die erste Lagerwoche – geprägt von Schlamm, guter Stimmung und vielen Lebensfreunden:innen – ist bereits vorüber und der Verein blickt zurück.

Schon eine Woche vor Lagerstart reisten die ersten Leiter:innen, der sogenannte «Vortrupp», zum Lagerplatz, um die ersten Lagerbauten aufzurichten. Simon Lampart, Hauptverantwortlicher des Vortrupps, war erfreut: «Es waren so viele Leitende wie noch nie dabei. Somit konnten wir vieles aufstellen. Auch waren zahlreiche junge engagierte Neuleitende vor Ort, wodurch das nötige Knowhow weitergegeben werden konnte.» Ein Blickfang auf dem Lagerplatz ist der 6 Meter hohe Lagerturm, woran eine grüne bzw. eine blaue Vereinsfahne hängen. Weiter baute das 20-köpfige Komitee eine grosse Hollywood-Schaukel, eine Küche, eine Dusche, ein Lavabo und eine Motto-getreue Pyramide auf. Zusätzlich verlegten sie Strom- und Wasserleitungen, stellten Material-, Sitzungs- und Esszelte auf und stimmten sich auf die Lagerzeit ein.

Die Schar begab sich am Samstagmorgen mit dem Zug und einem negativen Corona-Schnelltest in die Innerschweiz, um die Pharaonenwelt «Kathura» zu retten. Die Mehrheit des Vereins ging direkt auf den Lagerplatz, nur die Gruppen im Oberstufenalter absolvierten die letzten Kilometer während drei Tagen zu Fuss oder mit dem Velo. So fuhr eine Gruppe zum Beispiel entlang des Brienzer- und Thunersees. Nach einem freudigen Wiedersehen und regen Austausch war die Schar am Montagabend mit rund 95 Kindern und 40 Leiter:innen auf dem Lagerplatz komplett und startete so in die abwechslungsreiche und abenteuerliche erste Lagerwoche.

Um der ägyptischen Königin «Akila» im Kampf gegen ihre böse Zwillingsschwester zu helfen, erweiterte die Schar ihre Pionierkenntnisse. Sie stellte sich auch immer wieder den bösen Anhänger:innen und musste sich sportlich mit Stafetten, Burgvölkerball, Rugby etc. unter Beweis stellen. Nach intensiven bewegungsfreundlichen Tagen beschwor der Verein den ägyptischen Gott der Erholung. So verbrachten die verschiedenen Altersgruppen ein individuelles Programm wie beispielsweise einen Besuch im Hallenbad, eine Schnitzeljagd durch Thun, kochten Raclette über dem Feuer oder organisierten ein Kino im Zelt.

In dieser ersten Woche stellte das Wetter den Verein vor einigen Herausforderungen: nasse Kleidung, Schlamm auf dem Lagerplatz sowie wetterbedingte Programmanpassungen. «Wir haben das sehr gut mit unserem flexiblen Leitungsteam gemeistert», so einer der Lagerhauptleiter, Sandro Zuberbühler, «in der Küche konnten die Kinder ihre nassen Schuhe mit Zeitungen ausstopfen, trocknen und neue Socken schnappen und die Eltern durften frische Kleidung ins Herisauer Pfarreiheim bringen. Diese Materialpakete brachte eine Leiterin danach auf den Lagerplatz». Weiter genossen die Kinder ein Alternativprogramm in einer Turnhalle. Die anschliessend warme Dusche war ein Highlight für Gross und Klein.

Trotz des Regenwetters war die Stimmung stets grossartig. Der 10-jährige Jungwächtler, Auryn Huber, lächelte verschmitzt: «Es war mega lustig, mit Schlamm herumzuspritzen, darin zu baden, danach unter die kalte Dusche zu gehen und sich nachher wieder im warmen Schlafsack aufzuwärmen.» Sein Altersgenosse, Lorenz Dudle, fügte hinzu, dass es cool war, dass sie in der Küche einen warmen Tee schlürfen durften. «Es spielt keine Rolle, was für Wetter gerade ist. Es ist trotzdem cool dank der guten Stimmung», sagte die 13-jährige Blauringlerin, Elea Sutter, fröhlich, «Obwohl ich mich nur für eine Woche angemeldet habe, bleibe ich trotzdem zwei Wochen, weil es so toll war!» Die Kinder und das Leitungsteam freuen sich auf die sonnige zweite Lagerwoche in Thun.

Text: Annina Grob und Rosina Mayer
Bilder: Lars Frischknecht und Estella Bortoletto

Jungwacht Blauring Herisau geht in den Flockdown

Die Bundesleitung von Jungwacht und Blauring gab die dringende Empfehlung ab, alle analogen Jubla-Aktivitäten bis 28. Februar 2021 einzustellen. Der Herisauer Verein nahm daher das Motto #Jublazuhause seit Jahresende wieder auf und ging mit den Home-Gruppenstunden-Anti-Corona-Tag-Challenges in die zweite Runde.

Die erste Aufgabe im neuen Jahr ging hoch hinaus. Die Aufgabe war es, einen Papierflieger zu falten, der möglichst weit fliegt. Die zweite Challenge des vergangenen Wochenendes lud die Kinder und Jugendlichen ein, sich im Schnee auszutoben und kreativ zu werden. Zwar war der Task, eine Schnee-Blauringlerin beziehungsweise ein -Jungwächtler; das heisst einen möglichst kreativen und grossen Schneemann zu bauen.

Die Begeisterung für die Challenges hat im neuen Jahr deutlich abgenommen. «Es ist nicht mehr derselbe Enthusiasmus zu spüren wie im letzten Frühling», bekennen die beiden Blauring Leiterinnen und Challenge-Erfinderinnen, Anna Reutemann und Annina Grob (aka Aila und Tanurana). Es widerspiegle die jetzige Gesellschaft und ihre Corona-Müdigkeit. Alle wünschen sich die Normalität zurück, so auch der Jugendverein. «Wir geben aber nicht auf. Wenn wir mindestens einem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten, hat sich die Challenge bereits gelohnt!». Das Leitungsteam trifft sich auch regelmässig virtuell zu Sitzungen, wobei Themen wie das Sommerlager 2021 besprochen werden.

Die Jubla Schweiz ermutigt die Scharen mit diesen Worten: «Der Spuk geht vorbei. Täglich lassen sich mehr Menschen impfen, der Frühling kommt – langsam aber unaufhaltsam – näher, und mit ihm, wärmere Temperaturen und das gesellige Jubla-Leben.» Jetzt heisst es auch für den Herisauer Verein durchzuhalten, kreativ tätig zu werden und mit ihren Challenges die Jubla zuhause zu ermöglichen.

Sommerzeltlager 2020 in Lustdorf

Verkauf Weihnachtsgestecke und selbstgebackene Guetzli

Ende November 2019 verkaufte der Mädchenverein (Blauring) selbstgefertigte Adventskränze und Guetzli. Die Knaben (Jungwacht) boten selbstgebackene Grittibänze an, um deren Vereinskasse aufzubessern.