KGV 2026
Kurzbericht 73. Kirchgemeindeversammlung 202
Am 25. März 2026 fand im Pfarreiheim die 73. ordentliche Kirchgemeindeversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Herisau statt.
70 stimmberechtigte Kirchbürgerinnen und Kirchbürger nahmen an der Versammlung teil.
Die Jahresrechnung 2025 sowie der Voranschlag 2026 wurden einstimmig genehmigt. Der Kirchensteuerfuss für 2027 bleibt unverändert bei 0.47 Einheiten. Ebenso wurde der Auftrag zur Sanierung des Aussenbereichs der Kirche auf der Bahnhofseite (Richtofferte ca. CHF 600’000.–) einstimmig angenommen.
Bei den Erneuerungswahlen wurden folgende Gremien einstimmig bestätigt:
Geschäftsprüfungskommission:
Anita Buschor, Christoph Hollenstein, Daniela Li Puma und Walter Strässle.
Delegierte in den Zentralrat des Verbandes römisch-katholischer Kirchgemeinden AR:
Anita Buschor, Sandra Graf, Roland Reutemann, Karin Rütsche und Norbert Wick.
Stimmenzählerinnen:
Gisela Frischknecht, Letizia Andermatt und Margrit Geel.
Die Gewählten wurden als Zeichen des Dankes mit einem „Peter und Paul“-Biber beschenkt.
Verabschiedungen und Ehrungen
Judith Blaser wurde für ihre 14-jährige engagierte Tätigkeit im Zentralrat herzlich verdankt und in Abwesenheit verabschiedet.
Florian Erny, Präsident des Pfarreirats, verabschiedete Ilda Frehner nach vier Jahren engagierter Mitarbeit im Pfarreirat.
Roland Reutemann ehrte – mit der Übergabe von «Spezialbibern» – Pater Kiran Gottipati zur Wahl als Vizeprovinzial der Pallottiner-Gemeinschaft Schweiz, Peter Schraner für zehn Jahre als Kassier der Kirchgemeinde sowie Lukas Pfiffner für seine wertvolle Pressearbeit.
Informationen aus der Kirchenverwaltung
Als Personalverantwortliche informierte Cristina Miguel über die Kündigungen von Rebeka Jäger, Birgit Müller und Juliane Schulz per Juli 2026 (insgesamt ca. 200 Stellenprozente). Diese Situation erfordert eine Neuausrichtung der Schwerpunkte, Angebote sowie der Organisation der Pfarrei.
Roland Reutemann erläuterte, dass im Rahmen verschiedener Räteanlässe mit dem Seelsorgeteam, dem Pfarreirat, dem Kirchenverwaltungsrat und weiteren Beteiligten ein breites Feedback zur Situation der Pfarrei erarbeitet wurde. Auf dieser Basis arbeiten nun diverse Gruppen weiter. An der nächsten Rätetagung im Mai werden die künftige Ausrichtung und die Angebote der Pfarrei im Zentrum stehen.
Markus Alder informierte über das neue digitale Parkgebühren-System auf dem Kirchenparkplatz sowie über den Verkauf der kirchlichen Liegenschaft «Poststrasse», der sich auf gutem Weg befindet.
Susanne Sutter gab einen Überblick über die aktuelle Situation und die geplanten Neuerungen im Bereich Religionsunterricht.
Pater Kiran Gottipati skizzierte sein Bild einer «Pfarrei der Zukunft». Seine Gedanken fasste er wie folgt zusammen: «Wir können für unsere Pfarrei viel über die Website, in den sozialen Medien und mit Flyern tun. Aber die beste Werbung ist das gelebte Leben selbst.»
Roland Reutemann, Präsident des Kirchenverwaltungsrates, dankte allen Menschen, die das Leben der Pfarrei unterstützen und bereichern – insbesondere auch den Mitgliedern der Kirchenverwaltung.
Alle Anträge und Wahlen wurden einstimmig angenommen. Die Versammlung klang bei einem kleinen Imbiss in guter Gemeinschaft aus.
Roland Reutemann, Präsident Kirchenverwaltung
Pressebericht von Lukas Pfiffner
Versammlung sagt einstimmig Ja
Katholische Pfarrei Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn: Der Aussenbereich der Kirche Herisau soll saniert werden
Herisau. Die Bilder, die an der 73. Kirchgemeindeversammlung präsentiert wurden, gaben einen Eindruck von der Notwendigkeit: Viele Teile des Aussenbereichs der katholischen Kirche sind veraltet, einige Einrichtungen entsprechen nicht mehr den Anforderungen. «Wir mussten sogar einzelne Bereiche absperren», sagte Markus Alder, im Kirchenverwaltungsrat Verantwortlicher für das Ressort Liegenschaften. Die Sanierung von Treppenaufgängen, Mauern und Fassaden, Geländer und Mauerbrüstungen, Abdichtungen und Belägen sei unabdingbar. An der Versammlung von 2025 hatten die Pfarreimitglieder dem Kirchenverwaltungsrat den Auftrag erteilt, die Sanierung vorzubereiten. Dies ist nun mit Einbezug von Fachleuten und Denkmalschutz geschehen. Auf rund 600'000 Franken belaufen sich die Kosten.
Die 70 stimmberechtigten Mitglieder der Pfarrei Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn sprachen sich am Mittwoch im Pfarreisaal einstimmig für die Sanierung aus. Diese wird die Jahresrechnungen von 2026 und 2027 nicht belasten, weil die Finanzierung durch Entnahmen aus den Reserven des Liegenschaftsfonds erfolgen wird.
Positiver Rechnungsabschluss
Zum zehnten Mal präsentierte Kassier Peter Schraner die Jahresrechnung. Diese schloss bei einem Aufwand von rund 2,22 Millionen Franken mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15'000 Franken, wobei zusätzlich 450'000 Franken in den Liegenschaftsfonds überwiesen wurden. Das positive Ergebnis sei auf Kostendisziplin und höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Das Budget für 2026 weist einen Gewinn von rund 26'000 Franken auf, wobei erneut eine grössere Einlage in den Liegenschaftsfonds vorgesehen ist. Der Steuerfuss bleibt bei 0,47 Einheiten. «Die finanzielle Situation ist aktuell erfreulich. Aber es sind ‘Regenwolken’ vorhanden», sagte Präsident Roland Reutemann. Er nannte den anhaltenden Mitgliederschwund oder die Ungewissheit bei den Steuereinnahmen. Und in baulicher Hinsicht würden wohl bald weitere Massnahmen nötig – zum Beispiel am Turm und im Innenraum der Kirche, in der Unterkirche, beim Flachdach des Pfarreiheims, beim Dach der Kirche Waldstatt.
Kündigungen im Seelsorgeteam
Es war jüngst bekannt geworden, dass mit Rebekka Jäger, Birgit Müller und Juliane Schulz drei Mitglieder des Seelsorgeteams ihre Stelle per Sommer gekündigt haben. «Nach Stellenprozenten ist dies etwa die Hälfte», sagte Cristina Miguel, die Personalverantwortliche im Kirchenverwaltungsrat. Man bedaure dies. Im Zusammenhang mit diesen Rücktritten gab es an der Versammlung einzelne Wortmeldungen. Es seien unterschiedliche, persönliche Gründe oder neue berufliche Ausrichtungen, die eine Rolle spielen würden, gab Miguel bekannt. «Wir wollen nach vorne blicken, müssen unsere Strukturen vielleicht anpassen. Es ist möglich, dass es zu gewissen Einschränkungen in den Angeboten kommen wird», meinte Miguel. Die Nähe zu den Menschen und die Qualität in der Seelsorge würden aber weiter wichtig bleiben.
Beste Werbung: «Das Leben selber»
Ilda Frehner wurde aus dem Pfarreirat verabschiedet. Dessen Präsident Florian Erny machte Werbung. «Wir sind jetzt noch zu viert. Es wäre wichtig, dass wir in diesem Gremium Zuwachs bekommen.» Präsident Roland Reutemann gratulierte dem Pfarradministrator Pater Kiran zu seiner eben erfolgten Wahl als Vizeprovinzial der Schweizer Pallotiner für die Amtsdauer 2026 bis 2029. Pater Kiran richtete sich zum Abschluss der Versammlung auch noch an die Gemeinde. Seine Gedanken fasste er so zusammen: «Wir können für unsere Pfarrei viel auf der Website, in sozialen Medien und mit Flyern machen. Aber die beste Werbung ist das Leben selbst.» (pd)
Präsident Roland Reutemann führte durch den Abend.
Die Mitglieder des Kirchenverwaltungsrates gab es in diesem Jahr nicht zu wählen.
70 Stimmberechtigte hatten sich im Pfarreisaal eingefunden.
Bilder: pd